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MAI 13
Ironman 70.3 Mallorca

Nach dem ersten Testwettkampf letzte Woche (Kamenzer Duathlon) war ich sehr zuversichtlich für den ersten Saisonhöhepunkt. Sage und schreibe 55! Profi-Männer standen an der schmalen Startlinie am Strand von Port d´Alcudia. Pünktlich um 8 Uhr ging es dann bei bestem Triathlonwetter in das 18 Grad warme Mittelmeer (mit Neo). Nach einigem Gerangel um die Plätze hat es mal wieder meine Schwimmbrille erwischt. Ein kurzer Stop war nötig und damit waren dann auch die schnellen Beine von Thomas Hellriegel weg. Die schnellsten, teilweise Weltcup erprobten Schwimmer entstiegen bereits nach knapp über 22 Minuten dem Wasser. Ich benötigte etwa 2:30 Minuten länger. Immer noch akzeptabel, wenn auch nicht ganz wie erhofft :-)

Auf dem Rad hatte ich zu Beginn ein gutes Gefühl und ich konnte gleich einige Plätze gut machen. Nach etwa fünf Kilometern fuhr Boris Stein an mir vorbei. Das Tempo von ihm war sehr hoch, ich konnte aber im Abstand von ca. 30 Metern folgen. Bis zum Berg… Leider war ein „druckvolles“ fahren im Wiegetritt wegen sich einstellender technischer Problem nicht möglich und das Loch zu Boris wurde immer größer.  Zum Glück konnte ich auch noch einige Athleten überholen, so dass die Moral nicht völlig gebrochen war. Auch die Wattwerte waren noch in Ordnung.

Kurz vor dem Kloster Lluc, also dem höchsten Punkt gesellte sich Michael Göhner zu mir. Nach der Abfahrt schlossen wir dann zu Per Bittner, Daniel Unger und noch 3 weiteren Profis auf. Die meisten in der Gruppe fuhren dann auch fair…

Nach einigen weiteren schnellen Kilometern wollten die Oberschenkel dann nicht mehr so richtig, ein Problem welches ich auch beim Laufen sehr zu spüren bekam.

Nach 2:20 h Fahrzeit erreichte ich zusammen mit der Gruppe die Wechselzone (Platz 14-19).

Gleich zu Beginn der Laufstrecke machten sich Daniel Unger und Per Bittner auf die Verfolgungsjagd der Spitzengruppe. Ich bekam meine Oberschenkel leider nicht in den Griff. Das Tempo war zwar konstant hoch, ständige Krämpfe machten das Laufen aber zur Tortur.

 
Nach 4:07 h war das Rennen dann nach einem 1:16 h Halbmarathon für mich vorbei. Mit Platz 19 und einem Rückstand von 14 Minuten zum Sieger (Eneko Llanos) bin ich nicht zufrieden. Es war heute in allen Disziplinen mehr drin. Es war nicht DER Tag, sondern eben ein ganz normaler.

 
Es war Klasse so viele Leute aus der Heimat an der Strecke zu haben, das motiviert ungemein. Danke auch an die Daumendrücker zu Hause! Dafür vielen Dank allen angereisten. Das Rennen haben wir natürlich noch nicht ganz ausgewertet, da werden wir wohl noch etwas drüber schlafen. Die Radbilder der beiden vorderen Gruppen – da muss man nicht drüber schlafen – „zehn Meter Abstand“ bekommen hier völlig neue Dimensionen. Schade.

 
Insgesamt war es aus meiner Sicht (einige Altersklassenathleten sehen das zurecht anders, da einfach zu viele Sportler gleichzeitig auf der Strecke waren) ein gewohnt gut organisierter Ironman-Wettkampf, mit über 3.000 Athleten und vor allem an der Laufstrecke richtig guter Stimmung.

Das nächste Highlight ist die Halbdistanz beim Schlosstriathlon in Moritzburg am 8. Juni.
Ergebnisse vom Ironman 70.3 Mallorca gibt’s hier: www.ironman.com/coverage/athlete-tracker.aspx

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