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09
JUN 13
Schloss Triathlon Moritzburg

Schloss-Triathlon Moritzburg – schweres Rennen bei traumhafter Kulisse

Nachdem ich mit meinem Wettkampf auf Mallorca nicht so recht zufrieden war, startete ich hochmotiviert in die Vorbereitung für mein nächstes Highlight, den Schloss-Triathlon Moritzburg. Eine Veranstaltung mit Tradition, die alle Distanzen abdeckt und auch immer recht schnell ausgebucht ist.

Die Vorbereitung war vielversprechend

http://www.triathlon.de/wp-content/uploads/2012/04/IMG_5347.jpgDas Training lief super auch wenn das Wetter mal wieder nicht so recht mitspielte. In der Hochphase der Schlechtwetterfront kam mein Neubrandenburger Kumpel Danny Friese für eine Trainingswoche zu mir in die Lausitz. In dieser Woche wurde dann noch mal an der Temposchraube gedreht und unter anderem ein fünf Kilometer Laufwettkampf absolviert. Bei diesem Lauf – der Teamchallenge in Dresden – belegten Danny, Sebastian Guhr, Christian Otto und ich den zweiten Platz in der Teamwertung. Im Einzel musste sich Danny „nur“ Marc Schulze (14:37min!) geschlagen geben. Ich wurde knapp hinter Christian in neuer Bestzeit (15:27min) vierter. Da es im Wasser und auf dem Rad ebenfalls super voran ging, rechnete ich mir für Moritzburg so einiges aus. Neben dem erhofften Sieg hatte ich auch ein Auge auf den Streckenrekord.

Ein Sieg wird hier nicht verschenkt

Das Wetter wurde dann schlagartig drei Tage vor dem Triathlon richtig gut. Die Wassertemperatur im Schlossteich stieg somit noch auf beachtliche 18 Grad. Leider nahm auch die Anzahl der Pollen in der Luft extrem zu und setzte mich zwei Tage lang außer Gefecht. Am Wettkampfmorgen hatte ich dann aber das Gefühl, dass es doch losgehen kann. Die Hauptkonkurrenten waren Sebastian Küfner, Florian Seifert und Sven Kunath. Alle drei starten zwar nicht also „Profi“, sind aber von der Leistungsklasse her auf diesem Niveau unterwegs. Ich weiß auch noch von meinen Agegrouper Wettkämpfen, dass es immer erstrebenswert ist, einen Profi zu schlagen. Nun „auf der anderen Seite“ sorgt dieses Wissen für ordentlichen Druck.

Für zusätzliche Motivation sorgten auch meine regionalen Sponsoren und Unterstützer, die sich dieses Event in der Heimat nicht entgehen lassen wollten und am Streckenrand standen. Ich hatte meine Ziele klar definiert und freute mich schon Wochen vorher auf dieses Rennen.

Es war eine riesen Schinderei

 

Beim Schwimmen fiel mir dann vor allem das Atmen außergewöhnlich schwer. Ich musste schon sehr kämpfen um das Tempo einigermaßen hoch zu halten. Nach 25 Minuten (für 1,9 Kilometer) stieg ich als Führender nahezu zeitgleich mit Florian aufs Rad.

Bisher musste ich mich nach dem Schwimmen immer bremsen um meine Wattwerte einzuhalten. Dieses Mal musste ich über die Grenze gehen um im Bereich zu bleiben, aber auch um Florian zu folgen. Er fuhr erst mal mit Vollgas los. Mir machte nach wie vor meine Atmung schwer zu schaffen und bald meldeten sich dann auch einige Muskelpartien…

Nach etwa 50 Kilometern musste Florian das Rennen wegen Rückenschmerzen beenden und ich war allein auf weiter Flur. Der Abstand zu Sebastian (3min.) und Sven (7min.) war vorerst beruhigend, aber nun war wohl zu viel Energy-gel ins Tretlager gelaufen und hatte es festgeklebt… Im Ernst – ab Kilometer 60 hatte ich dann endgültig auf Überlebenskampf umgeschaltet.

Danke an die Jungs vom Streckenrand

http://www.triathlon.de/wp-content/uploads/2012/04/IMG_5581.jpgDen Abstand zu den beiden Verfolgern konnte ich bis zum Wechsel halten und hoffte, dass es nun beim Laufen „läuft“. Wenigstens „so, wie in Mallorca“ hatte ich mir noch vorgenommen. Doch nach zwei Kilometern war dieses Vorhaben dann auch beiseite geschoben. Das Thema Streckenrekord dann endgültig auch…

Dass ich die letzten 19 Kilometer noch durchgekommen bin, habe ich vor allem den Leuten am Streckenrand zu verdanken. Den Kumpels, die mich über die Abstände informierten, den Sponsoren und Zuschauern fürs Lautstarke anfeuern und meiner kleinen Familie – einfach „nur“ fürs dabei sein.

Jetzt heißt es – Durchatmen

http://www.triathlon.de/wp-content/uploads/2012/04/IMG_5600.jpgMir ging es verständlicherweise schon oft schlecht bei Wettkämpfen. Klar, wenn man die Grenzen austestet, gehört das einfach dazu, aber so wie dieses Mal habe ich bei einer Halbdistanz noch nie gelitten. Ich will auch nicht jammern, es ist ein Aufbaujahr – das sind alles kleine Schritte für meine Ziele, die ich fest im Auge habe. Es darf also wehtun, das weiß ich.

Danke an Sebastian und Kuni für den Kampf bis zur Ziellinie.

So und nun ist erst mal kurz Hochzeitspause…
Hier geht es zu den Ergebnissen der Teamchallenge
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